tuxsens.net


zurück

Void Linux ist ein leistungsstarkes Betriebssystem, das für seine einzigartige Funktionalität und Schnelligkeit bekannt ist. Es handelt sich um eine unabhängige Distribution, die auf dem XBPS (X Binary Package System) basiert. Void Linux wird von einer aktiven Community entwickelt und ist auf verschiedenen Architekturen verfügbar. Es zeichnet sich durch seine Einfachheit, Stabilität und Flexibilität aus und eignet sich sowohl für erfahrene Linux-Benutzer als auch für Anfänger.

Void verzichtet auf systemd und nutzt runit als init System.

Void installieren

Als erstes, müssen wir uns entscheiden, wie wir unser Void Installieren wollen. Installer oder Terminal, Per Installer geht die installation sehr schnell und ist selbst Erklärend.

ich habe mich für die Installation per Terminal entschieden, da ich das F2FS System mit Komprimierung nutzen möchte.

Am besten, Ihr ladet euch die XFCE Live Iso herunter, Dann ein Browser Fenster und ein Terminal öffnen, so könnt bequem kopieren und einfügen.

Jetzt müssen wir die Platten partitionieren, das macht Ihr am besten mit "cfdisk". Meine Partitionierung sieht so aus

/dev/nvme0n1p1 /boot EFi-System
/dev/nvme0n1p2 / Linux System

/dev/sda1 swap
/dev/sda2 /home Linux System

Jetzt müssen wir die Platten noch formatieren

und für die 2. Platte

Die device Namen natürlich entsprechend anpassen.

Dann die Partitionen in das System einhängen

Jetzt können wir das Basis system installieren, dazu setzen wir den Standard Mirror

die Architektur setzen

Wir Kopieren die RSA-Schlüssel vom Installationsmedium in das Zielverzeichnis:

Nun können wir das Basis System mit folgendem Befehl installieren

Nun müssen wir die fstab mit unserem Partitionierten System und den Standard Werten anlegen

Da xgenfstab für f2fs die Standard Werte setzt und es am Ende zu einem nicht bootbaren System kommt, müssen wir die fstab anpassen, bis Sie am Ende so aussieht

UUID=8da0ac29-bbeb-476b-aabc-f4e74c8eb400	/              	f2fs      	defaults,noatime,compress_algorithm=lz4,background_gc=on	0 0
UUID=FFB2-B177      	/boot          	vfat      	rw,fmask=0077,dmask=0077,codepage=437,iocharset=iso8859-1,shortname=mixed,utf8,errors=remount-ro	0 2
UUID=5ddcb5cb-80aa-4493-b0ab-16e43063443e	/home          	f2fs      	defaults,noatime,compress_algorithm=lz4,background_gc=on	0 0
UUID=c3f0136a-9656-4059-acbc-d020abdd7a83	none           	swap      	defaults  	0 0
tmpfs               	/tmp           	tmpfs     	defaults,nosuid,nodev	0 0

Die UUID natürlich entsprechen anpassen

Jetzt können wir in das System chrooten

Mit

prüfen wir, ob das System aktuell ist

Als nächstes können wir ein paar Basis Pakete installieren

Jetzt müssen wir die locals und den Hostnamen setzen

Die Spracheinstellung (Locale) auf Deutsch festlegen

Die richtigen Einstellungen in der rc.conf setzen

HARDWARECLOCK="localtime"  
TIMEZONE="Europe/Berlin" 
KEYMAP="de" 
FONT="lat9w-16"

Die locale richtig setzen

#de_DE.UTF-8 UTF-8  
#en_US.UTF-8

das # entfernen

Und nun die locale gernerieren

Das root Passwort setzen

Wenn wir schon dabei sind, erstellen wir gleich unseren Benutzer
In diesem Beispiel heißt der Benutzer user.

Damit der Benutzer auch Root-Rechte bekommt, muss eine Konfiguration von sudo verändert werden

%wheel ALL=(ALL:ALL) ALL

Den Benutzer user müssen wir nun noch der Gruppe wheel hinzufügen

Damit wir unser System auch booten können, müssen wir den Bootloader installieren. Ich habe mich für grub entschieden

Da wir mit dem EFI System partitioniert haben, müssen wir grub noch ins UEFI eintragen

Jetzt noch die Konfiguration schreiben

Jetzt können wir eine Desktop Umgebung installieren.
Xfce ist eine leichtgewichtige Arbeitsumgebung für UNIX-ähnliche Betriebssysteme. Ziel ist es, schnell und ressourcenschonend, aber auch optisch ansprechend und benutzerfreundlich zu sein.

Damit wir uns ins System einloggen können, müssen wir einen Displaymanager installieren.

So, jetzt müssen wir noch die wichtigsten Dienste starten. Void verwendet runit anstelle von systemd, was ein schnelles unkompliziertes System ist. Alle verfügbaren Dienste befinden sich in /etc/sv. Das starten von Diensten ist denkbar einfach, man muss lediglich einen sym-Link ins runsvdir anlegen

Zum Abschluss muss noch ein Befehl ausgeführt werden

Damit haben wir Void mit XFCE auf einem f2fs Filesystem installiert. Jetzt noch ein Neustart und ins frische System booten.

Viel Spass mit dem neuen System!