Artix Linux installieren

Installation von Artix Linux per Terminal mit F2FS, dinit und KDE Plasma Wayland.

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Über Artix Linux

Artix Linux ist eine moderne, systemd-freie Linux-Distribution, die auf Arch Linux basiert und Alternative-Init-Systeme wie OpenRC, runit oder s6 nutzt.
Sie vereint die Flexibilität Archs mit einem schlanken, stabilen Startprozess – perfekt für Nutzer, die volle Kontrolle über ihr System wünschen und auf Systemd verzichten möchten.

  • Systemd-frei: dinit, OpenRC, runit oder s6 als Init-Systeme
  • Basierend auf Arch Linux, kompatibel zu Pacman und AUR
  • Minimalistisch, modular, anpassbar
  • Fokus auf Stabilität, Leistung und Sicherheit
  • Aktive Community, regelmäßige Anpassungen und klare Governance

Artix installieren

Als erstes, müssen wir uns, wie unter Void, entscheiden, wie wir unser Artix Installieren wollen. Installer oder Terminal, Per Installer geht die installation sehr schnell und ist selbst Erklärend.

ich habe mich für die Installation per Terminal entschieden, da ich das F2FS System mit Komprimierung nutzen möchte. Und das ganze unter einem dinit als init-System

Am besten, Ihr ladet euch die Artix Live Iso herunter. Hier müsst Ihr euch natürlich für eine DE entscheiden. Für eine Installation per Terminal, ist das eher zweitrangig. Ich habe mich diesmal für ein KDE Plasma Wayland enstschieden.

Dann ein Browser Fenster und ein Terminal öffnen und mit "sudo su" zum root machen, so könnt Ihr bequem kopieren und einfügen.

Jetzt müssen wir die Platten partitionieren, das macht Ihr am besten mit "cfdisk". Als erstes schauen wir mal, was für Platten im System existieren. Das machen wir mit "lsblk". Danach ein "cfdisk /dev/nvme0n1" oder "cfdisk /dev/sda"

Partitionierung

Mein partitioniertes System sieht so aus

/dev/nvme0n1p1 /boot EFi-System 1024M
/dev/nvme0n1p2 / Linux System Rest

/dev/sda1 swap 8G
/dev/sda2 /home Linux System Rest

Partitionen formatieren

Jetzt müssen wir die Platten noch formatieren

und für die 2. Platte

Die device Namen natürlich entsprechend anpassen.

Dann die Partitionen in das System einhängen

Basissystem installieren

Nun können wir das Basis System, Kernel usw. mit folgendem Befehl installieren

Nun müssen wir die fstab mit unserem Partitionierten System und den Standard Werten anlegen

Da xgenfstab für f2fs die Standard Werte setzt und es am Ende zu einem nicht bootbaren System kommt, müssen wir die fstab anpassen, bis Sie am Ende so aussieht

UUID=8da0ac29-bbeb-476b-aabc-f4e74c8eb400	/              	f2fs      	defaults,noatime,compress_algorithm=lz4,background_gc=on	0 0
UUID=FFB2-B177      	/boot          	vfat      	rw,fmask=0077,dmask=0077,codepage=437,iocharset=iso8859-1,shortname=mixed,utf8,errors=remount-ro	0 2
UUID=5ddcb5cb-80aa-4493-b0ab-16e43063443e	/home          	f2fs      	defaults,noatime,compress_algorithm=lz4,background_gc=on	0 0
UUID=c3f0136a-9656-4059-acbc-d020abdd7a83	none           	swap      	defaults  	0 0
tmpfs               	/tmp           	tmpfs     	defaults,nosuid,nodev	0 0

Die UUID natürlich entsprechend anpassen

In das neue System wechseln

Jetzt können wir in das System chrooten

Mit

System konfigurieren

Jetzt kommt ein wenig Fleißarbeit

#de_DE.UTF-8 UTF-8
#en_US.UTF-8

das # entfernen

Die hosts Datei bearbeiten

127.0.0.1	localhost.localdomain	localhost
::1 localhost.localdomain localhost
127.0.1.1 myhost.localdomain myhost

Für Spiele und co, die 32bit Bibliotheken aktivieren. Dazu das # entfernen.

[lib32]
Include = /etc/pacman.d/mirrorlist

Jetzt die inintramfs erstellen.

HOOKS=(base udev autodetect microcode modconf block filesystems fsck)

Benutzer und Rechte

Das root Passwort setzen

Wenn wir schon dabei sind, erstellen wir gleich unseren Benutzer
In diesem Beispiel heißt der Benutzer user.

Damit der Benutzer auch Root-Rechte bekommt, muss eine Konfiguration von sudo verändert werden

%wheel ALL=(ALL:ALL) ALL

Den Benutzer user müssen wir nun noch der Gruppe wheel hinzufügen

Bootloader

Damit wir unser System auch booten können, müssen wir den Bootloader installieren. Ich habe mich für grub entschieden.

Da wir mit dem EFI System partitioniert haben, müssen wir grub noch ins UEFI eintragen.

Jetzt noch die Konfiguration schreiben


Dienste

Ein paar wichtige Dienste dürfen nicht fehlen.


Grafik und KDE Plasma

Für sddm wird der xorg-server automatisch installiert.

Jetzt kommt der Moment, wo man wissen muss, was für eine GPU verbaut ist, um den entsprechenden Treiber zu installieren. Ich habe eine Nvidia verbaut, eine RTX der 2000er Serie, also

KDE Plasma ist mittlerweile so perfekt und Resourcenschonend, dass ich mich dafür entschieden habe.

Der Ntezwerkmanager darf nicht fehlen.

Damit wir eine Konsole, Dateimanager usw. haben.

Und einen Browser brauchen wir natürlich auch.

Dienste aktivieren und Abschluss

So, jetzt müssen wir noch die wichtigsten Dienste starten. Wir verwenden dinit anstelle von systemd, was ein schnelles unkompliziertes System ist. Alle verfügbaren Dienste befinden sich in /etc/dinit.d/. Das starten von Diensten ist denkbar einfach, man muss lediglich einen sym-Link anlegen

Zum Abschluss exit, umount und reboot.

Fertig!

Damit haben wir Artix Linux mit KDE Plasma Wayland auf einem F2FS-Dateisystem installiert.

Jetzt noch ein Neustart und ins hoffentlich frische System booten.

Viel Spaß mit dem neuen System!

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